
Hitze, Trockenheit und Starkregen – die klimabedingten Temperatur- und Niederschlagsveränderungen machen es den heimischen Pflanzen schwer. In Zukunft gilt es also, sie richtig zu pflegen sowie die besten Standorte, Sorten und Arten zu wählen, damit Sie auch in Zukunft Freude an Ihrem Garten haben.
Welche Anforderungen müssen Gartenpflanzen in den nächsten Jahren erfüllen, um dem sich verändernden Klima gerecht zu werden? „Ganz einfach, sie müssen mit Witterungsextremen zurechtkommen“, erklärt Garten- und Pflanzenexperte Rudi Tautermann. „Wir als Gärtner können die Pflanzen dabei unterstützen, indem wir ihnen die Bedingungen geben, die sie von Natur aus an ihrem Naturstandort gewohnt sind. Also eine standortgerechte Pflanzung“, empfiehlt der Experte. Sie können mit angepasster Bepflanzung auch ein harmonisches, attraktives Pflanzenbild erreichen, wobei der Weg häufig weg von den bekannten Pflanzen hin zu spezialisierten Wildpflanzen führt.
Auch ganz einfach: Jede Pflanze braucht Licht, Wärme, Feuchtigkeit, Luft und Nährstoffe. Weil diese Elemente in vielen unterschiedlichen Verhältnissen vorkommen, gibt es eine Vielfalt an Pflanzen, die sich an die jeweiligen Bedingungen anpassen können.
Welche Gewächse sind nun für den Zukunftsgarten zu empfehlen? Rudi Tautermann rät: „Es gibt Pflanzen, die in der Sonne, im Halbschatten, auf trockenen oder feuchten Böden wachsen. Zum Beispiel Stauden, sie sind ausdauernde krautige Pflanzen. Trockenheitsverträgliche Stauden vertragen im Winter keine Staunässe. Wenn Sie also trockenheitsverträgliche Stauden oder Gehölze anpflanzen möchten, sorgen Sie für den passenden Boden oder machen Sie ihn durchlässig. Und dann kann eine Pflanze den Klimawandel ganz gut aushalten.“
„In manchen Bereichen müssen wir mehr klimaangepasst pflanzen und pflegen“, fährt Rudi Tautermann fort. Bei Beerensträuchern oder Obstgehölzen kommt es beispielsweise leicht zu Sonnenbrand an den Früchten. Himbeeren, Brombeeren oder Erdbeeren bevorzugen heutzutage keine pralle Sonne, sondern einen leicht halbschattigen Standort.
Fazit: Wachstum wird immer möglich sein, vor allem dann, wenn wir Einfluss auf die Bedingungen haben.